The Kennicott Bible

Journal of Jewish Art - Vol 12-13 - 1986-87

ZWEI TIERSZENEN AM ENDE DER ERSTEN KENNICOTT-BIBEL
LA CORUÑA, 1476, IN OXFORD

Ursula Schubert

Die ersten 15 und die letzten 12 Seiten der ersten Kennicott-Bibel in Oxford(1) enthalten den Sefer Michlol von David Kimchi. Die äußere Form, die diesen Text auszeichnet, unterscheidet sich aufs deutlichste von derjenigen des Bibeltextes. Denn während dieser—in zwei Kolumnen geschrieben--die einzelnen manchmal gerahmten, zumeist aber ungerahmten Seiten des Codex von oben bis unten bedeckt, sind alle Textseiten der grammatikalischen Abhandlung des David Kimchi von Doppelarkaden gerahmt, die ihrerseits wieder in die Rahmen der einzelnen Seiten gesetzt sind. Ähnlich verschiedenartig wie die "mise-en-page" der beiden Texte ist auch die Art der Anordnung der mannigfaltigen Dekormotive. Beim Bibeltext sind die geometrischen, vegetabilen und zoomorphen Schmuckelemente, die zahlreichen Drölerien und die beiden biblischen Szenen(2) am Rand oder zwischen den Kolumnen des Textes eingefügt. Hingegen ist bei den 27 Seiten des Sefer Michlol der gesamte, sehr vielseitig gestaltete Dekor in den reichlich vorhandenen Freiraum zwischen Arkade und Rahmen gesetzt. Im oberen, breiteren Feld zwischen Rahmenleiste und Arkadenbogen bei einer Reihe von Blättern des Kimchi-Textes vor dem Anfang der Bibel befinden sich Tierdarstellungen, Tierszenen, tierähnliche Drölerien und Drachenbilder.

Auf die verschiedenen formalen Ähnlichkeiten und ikonographischen Parallellen zwischen der Ersten Kennicott-Bibel und der vom Illuminator in vielfacher Hinsicht als Vorlage herangezogenen Cervera-Bibel(3) wurde schon mehrmals hingewiesen.(4) Aber keine Vorlage bot die um ca. 175 Jahre ältere Cervera-Bibel für die einzigen beiden Tierszenen, die sich im zweiten Teil des Sefer Michlol über den Arkadenbögen der letzten Doppelseite des Textes und somit am Ende des

Fol 442 v (Abb. 1): Angeführt von einem gekrönten Hasen, der sich auf sein Szepter stützt, marschiert eine Truppe von bewaffneten Hasen auf eine von Zinnen und Türmen bewehrte Burg zu. Von der Spitze des Bergfrieds blickt ihnen ein Wolf oder Hund entgegen. Hinter dem Hasenheer sitzt ein zweiter, ebenfalls gekrönter Hase auf einem rosa Hocker, und hält mit beiden Vorderpfoten sei es ein Szepter, einen Schlüssel oder Blumen.

Der Angriff von Hasen auf eine Burg, die von stärkeren Lebewesen, seien es Wölfe, Hunde oder auch Menschen, verteidigt wird, gehört in den Bereich der "Verkehrten Welt", ein Thema, das schon im Alten Ägypten und im Vorderen Orient weit verbreitet war.(5) Entsprechende Darstellungen erfreuten sich großer Beliebtheit, da, wie H. Kenner hervorhob, der einfache Mensch sich eine Besserung der augenblicklichen Notlage einfach als ihre Umkehrung vorstellte. "Mit diesem in der Phantasie befriedigten Triumph des gerechten Ausgleichs verband sich fließend der Traum von einer bevorstehenden glücklichen Zeit, einer aurea aetas, wo alle gleichgestellt, friedlich und satt nebeneinander leben würden."(6) Der häufigste Repräsentant der in der Verkehrten Welt zu Macht und Ansehen gekommenen Tiere im indoeuropäischen Raum war der Hase,(7) der die starken Tiere durch List überwand und auf diese Weise selbst über den Menschen triumphierte.

Das Thema der Verkehrten Welt hatte auch im Mittelalter seine Anziehungskraft noch nicht verloren und kam mit Vorliebe an den Rändern liturgischer Handschriften des 13. und 14. Jahrhunderts zur Darstellung.(8) Diese Randillustrationen wurden von den Predigten der Mönche der neugegründeten Bettelorden angeregt, die die antiken Fabeln und ihre moralisierende Ausdeutung gern zur Belebung und Ausschmückung ihrer Mahnreden heranzogen.(9) Wenn auch heute meist keinerlei erkennbarer Zusammenhang zwischen diesen Bildern und dem Text, den sie begleiten, besteht, so konnte doch offenbar von dem Illuminator die Kenntnis des Predigtmotivs, auf das sich das jeweilige Bild bezog, vorausgesetzt werden.(10) So ist beispielsweise ein französisches bischöfliches Zeremonienbuch (Pontificale) aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts mit einer Randillustration geschmückt, die den Angriff mehrerer Hasen auf eine von drei Rittern verteidigte Burg zeigt.(11)

Im späten 15. Jahrhundert schließlich hatte das Thema der Verkehrten Welt seine Bedeutung als Waffe in sozialen und religiösen Auseinandersetzungen endgültig verloren und diente in Poesie und Bildkunst nur mehr zur Unterhaltung und Belustigung(12) Ein schönes Beispiel für die Verbreitung und Beliebtheit des Motivs der Verkehrten Welt, in der die Hasen herrschen und über Jäger und Hunde Gewalt haben, boten die Malereien an der Fassade des sogennanten "Hasen-Hauses" in Wien. Es wurde 1509 auf Befehl des Kaisers Maximilian für den "hasplmeister" von Wien, d.h. den Hüter des kaiserlichen Hasengeheges, in der Kärntnerstraße 14 errichtet, 1525 nach einem Brand umgestaltet und schließlich 1749 abgerissen. In 32 Feldern war auf der Fassade der Krieg der Hasen unter der Führung ihres Königs gegen die Jäger und Hunde dargestellt. Da die letzteren unterlagen, wurden sie von den Hasen zusammengetrieben, vor Gericht gestellt, verurteilt, gefoltert, hingerichtet und schließlich gebraten und gegessen. Die Bilder sind durch Holzschnitte aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts erhalten geblieben.(13)

Das Bild vom Ansturm des Hasenheeres gegen die Wolfs- oder Hundeburg in der Ersten KennicottBibel könnte an der Wende zwischen Ernst und Scherz stehen, und in Übereinstimmung mit dem archaischen Stil der Handschrift(14)—im Kielwasser der vielen vorangegangenen Darstellungen des Themas—auf die utopische Hoffnung einer besseren Welt hinweisen wollen.

Die Darstellung auf fol 443 r (Abb. 2) bildet in Themenwahl, Komposition und Aufbau das absolute Pendant zu fol 442 v. Aber während dort das Heer der ängstlichen Hasen gegen die bedrohliche Hunde- oder Wolfsburg anrückt, ist es hier eine Truppe von grimmigen Katzen, die gegen eine von vielen Mäusen verteidigte Burg zu Felde ziehen. An der Spitze schreitet mit gezücktem Schwert der König. den Schluß bildet eine zweite Katze, ebenfalls ein großes Schwert schwingend und gut gedeckt durch einen Schild.

Das Thema des Katzen-Mäuse-Krieges kam schon im Alten Ägypten zur Darstellung, allerdings in umgekehrter Rollenverteilung. Auf dem Turiner Papyrus(15) aus dem 14. Jahrhundert v. Chr. ist der Ansturm von kriegerischen Mäusen auf eine Katzenburg dargestellt. In seinem von Hunden gezogenen Streitwagen braust der Mäusepharao heran, auf der Stadtmauer stehen einige unbewaffnete Katzen, offensichtlich zur Übergabe bereit. Die Darstellung scheint somit ein ägyptisches Kampfbild nachzuahmen. Aber S. Morenz weist darauf hin, daß der Sinn dieses Bildes unklar bleibt; wenn die siegreichen Mäuse die Ägypter bedeuten, wer sind die unterlegenen Katzen? Da Morenz kein Text, keine Tierfabel oder Tiersage bekannt ist, mit der die Darstellung in Verbindung gebracht werden könnte, bleibt nur übrig, das Bild in den Bereich der Verkehrten Welt zu verweisen,(16) wo der Schwächere dank verschiedener Tugenden und Talente über den Stärkeren triumphiert.

E. Brunner-Traut kam bei ihrer Untersuchung verschiedener bildlicher und literarischer Beispiele in Ägypten und im Orient zu dem Schluß, daß der Katzen-Mäuse-Krieg nach ersten Erfolgen der angriffslustigen Mäuse mit einem eindeutigen Sieg der Katzen endet.(17) Das von ihr angeführte persische Epos des Obeid Zakani(18) aus dem 14. Jahrundert n. Chr. entspricht dieser Einteilung, wenn auch wieder die Frage offen bleibt, wer unter den übermütigen Mäusen und wer unter den siegreichen Katzen zu verstehen ist. Aber ein späterer Zusatz gibt dem Leser den guten Rat: "Mein Lieber, beherzige den Rat aus dieser Geschichte, damit du froh in den Zeiten lebst! Versteh, mein Sohn, was mit den Mäusen und Katzen gemeint war,wenn du ihr Epos liest.(19) Ob unter den Katzen die mongolischen Oberherren, ob unter den Mäusen die lokalen Feudalherren gemeint waren, wird nicht gesagt. Aber die Moral, die das Epos des großen persischen Satirikers lehrt, läßt sich folgendermaßen zusammenfassen: Gewalt geht vor Recht, und der seine Kräfte überschätzende Schwächling ist selber an seinem Schicksal schuld. Es waren also das Tierepos ebenso wie die Fabel ein beliebtes und hilfreiches Kampfmittel bei politischen oder sozialen Auseinandersetzungen mit mächtigeren Feinden.

Wenn Brunner-Traut der Meinung war, daß üblicherweise der Katzen-Mäuse-Krieg mit einem Sieg der Katzen endete, so gibt es doch immer wieder Ausnahmen, ohne daß es sich dabei um Typen der Verkehrten Welt handelt. Das Schauspiel des Byzantiners Theodoros Prodromos,(20) das—wie H. Hunger ausfürt—eine antike Tragödie parodiert, endet mit dem Sieg der Mäuse. H. Hunger will darin eine Anspielung auf die damaligen politischen Verhältnisse in Byzanz sehen, wo sich die Feinde des Kaisers nicht ans Tageslicht wagten sondern sich vor ihren mächtigen politischen Gegnern in den Winkeln verkrochen.(21)

Mit einem ähnlichen Ausgang wie das Drama des Theodoros Prodromos ist der Katzen-MäuseKrieg auch als Randillustration in einem englischen Stundenbuch belegt.(22) Wie oben im Zusammenhang mit Randillustrationen aus dem Themenkreis der Verkehrten Welt dargelegt wurde, waren es die Exempla der Mönchsprediger im 13. und 14. Jahrhundert, die den Anstoß zu diesen Randillustrationen gaben.(23) Die Darstellungen im englischen Stundenbuch befinden sich jeweils am unteren Seitenrand, wobei die Bilder der einzelnen Doppelseiten immer zusammengehören.

Fol 71v-72r zeigt den Angriff von zwei Mäusen auf die Katzenburg. Vom obersten Stockwerk wirft die Katze große Steine auf die Mäuse hinunter. Auf dem Blatt gegenüber sieht man ein Katapult, mit dessen Hilfe eine Maus einen großen Stein auf die Katzenburg schleudern will.

Fol 72v-73r: Die Katze is zum Angriff übergegangen. Sie steht auf einem Hügel und schießt mit einer Armbrust Pfeile auf die von drei Mäusen verteidigte Mäuseburg. Vor der Burg liegt eine zweite Katze auf dem Rücken und ist von einem Stein getroffen.

Fol 73v-74r: Um den Kampf zu entscheiden, kommt es zwischen der Katze und der Maus zum Duell: Die Katze schießt mit Pfeil und Bogen nach der Maus, die auf der gegenüberliegenden Seite ihren Schild hochhält und einen Speer schwingt.

Fol 74v-75r: Zeigt schließlich den Ausgang des ungleichen Kampfes; vom Speer durchbohrt bittet die Katze mit erhobenen Pfoten um Gnade, während die Maus auf der gegenüberliegenden Seite ihren Schild hochhält und einen zweiten Speer schwingt. Der lateinische Text, den diese Bilder begleiten, spricht von der elenden Lage des Menschen auf dieser Erde und preist die Herrlichkeit Gottes. Es läßt sich schwer sagen, wie das Predigtmotiv, das diese Bilder illustrieren, ausgesehen haben mag. Jedenfalls aber muß es vom Triumph des Schwachen über den Starken gehandelt und sich damit dem Themenkreis der Verkehrten Welt genähert haben.

Zu Ende des 15. Jahrhunderts hatte die Tiergeschichte, wie wir gesehen haben, ihre moralisierende und sozialkritische Funktion verloren und diente—ebenso wie die Darstellungen der Verkehrten Welt—nur mehr der Belustigung ihrer Leser.

In Anlehnung an eine offenbar beliebte und wohlbekannte Handschrift(24) brachte einer der grossen Drucker von Venedig zu Anfang des 16. Jahrhunderts unter dem Titel "La grande battaglia delli gatti e deli sorci" (Die große Schlacht der Katzen und Mäuse) ein Pamphlet heraus, das die Mächtigen von Venedig aufs Korn nimmt. Von dieser Schrift sind heute zumindest drei Exemplare erhalten(25) Derjenige Druck, der in Venedig in der Biblioteca Nationale Marciana, Misc. 1945/37(26) liegt, wird als "Neudruck" bezeichnet. Er ist etwas ungenauer als jener, der sich in Chantilly im Musée Condé befindet, und der im November 1521 herausgebracht wurde. Bei diesem Exemplar findet sich unter dem Titel auch die Angabe "Cosa nova bellissima da ridere e da piacere" (Ganz neue Sache zum Lachen und zur Unterhaltung).

Das kleine Tierepos ist eine Parodie auf den Dogen und den Rat der Zehn von Venedig, die unter dem Großkönig und seinen zehn Königen gemeint sein dürften. Charakter und Bewaffnung dieser Mächtigen werden auf das genaueste, aber in den ungünstigsten Farben geschildert. So wird beispielsweise einer der zehn Könige als Vater des Diebstahls, Verrats und Betrugs bezeichnet, von einem anderen heißt es, daß er einen Panzer aus Zwiebelschalen und ein Nachtgeschirr als Helm trug, daß sein Schild ein Stück Käse, seine Lanze ein Spinnrocken und sein Reittier ein Elefantenzahn war. Die Mäuse, von denen sich schwer sagen läßt, wer damit gemeint war, werden weder so eingehend noch so abfällig beschrieben. Das Epos schildert, daß nach einem zufälligen Zusammentreffen eines Katzenfürsten und seiner Schildknappen mit einer Einheit von hundertt Mäusen, bei dem der Katzenfürst fällt und von seinen Schildknappen nur ein einziger am Leben bleibt, der dem Großkönig über den Unglücksfall berichten konnte, die Katzen und Mäuse ihre Truppen zusammenziehen. Hierauf brechen der Sohn des Großkönigs und sein Heer zur Mäusestadt auf. Nach einer Reihe von Duellen zwischen den verschiedenen Königen der Katzen und der Mäuse, die jeweils für den einen oder anderen tödlich ausgehen, kommt es zur Schlacht. Die Mäuse werden besiegt, viele fallen, die restlichen fliehen und die Mäusestadt wird niedergebrannt. Dieses kleine Epos ist mit einem Holzschnitt ausgestattet, der sich auf der ersten der vier Textseiten, unmittelbar unter dem Titel befindet (Abb. 3). Er zeigt gleichsam den letzten Akt des Dramas, den Sturm der Katzen auf die Mäusefestung. Es ließe sich denken, daß die Handschrift, die für den Druck als Vorlage benutzt wurde, ebenso eine Reihe von Illustrationen enthielt, wie dies beim englischen Stundenbuch der Fall war. Somit finden wir in die-sein italienischen Frühdruck erstmals eine Darstellung des Katzen-Mäuse-Krieges, die von einem ausführlichen dazugehörigen Text begleitet ist.

Bei der Beliebtheit und weiten Verbreitung dieses Themas sowohl im Orient als auch im Mittelmeerraum kann es nicht Wunder nehmen, daß auch der Illuminator der Ersten Kennicott-Bibel darauf zurückgriff. Wenn er auch in der jüdischen Buchmalerei keine geeignete Darstellung gefunden haben dürfte,(27) so mag die christliche Umwelt ebenso wie für andere Illustrationen(28) auch hierfür eine Vorlage geboten haben. Freilich kann bezweifelt werden, ob der Illuminator, Joseph Ibn Chaijm, die Darstellung nur von der humoristischen Seite sah. Es könnte auch ihn die Möglichkeit gelockt haben, durch das Bild des Kampfes der Mäuse gegen die Katzen die Unterdrückung der Rechtlosen durch die Mächtigen, wie er es verstand, anzuprangern. Vielleicht sollen die beiden Illustrationen auf den letzten Seiten einer so prunkvollen Handschrift, das utopische Bild der Verkehrten Welt und das realistische Bild einer grausamen Wirklichkeit, ein Hinweis sein auf das bedrohte Leben der Juden in Spanien, 16 Jahre vor ihrer der endgültigen Vertreibung aus diesem Land.

 

(1) B. Narkiss in collaboration with A. Cohen-Mushlin and Anat Tche­rikover, Hebrew Illuminated Manuscripts in the British Isles, vol. I: The Spanish and Portuguese Manuscripts (Jerusalem and London. 1982), 153-159, No. 48, Figs. 141-186; The Kennicott Bible Facsimile Edition, introduced by B. Narkiss and A. Cohen-Mushlin (London, 1985). Leider ist mir die Faksimile-Ausgabe nicht zugänglich.

(2) Fol. 185r, der greise König David am Anfang der Königsbücher, und fol. 305r, der ins Meer geworfene und vom Fisch verschlungene Jonas am Anfang des Buches Jona; beide Darstellungen entsprechen dem kanonischen Bibeltext.

(3) Lissabon, Bibl. Nacional, MS 72.

(4) B. Narkiss, Hebrew Illuminated Manuscripts (Jeruslaem, 1969), pl. 17; J. Gutmann, Buchmalerei in Hebräischen Handschriften (Mün­chen, 1978), S. 59, Tafel 10; U. und K. Schubert, Jüdische Buchkunst, (Graz, 1983), S. 84f. Abb. 6 und 7; B. Narkiss, aa0. (Anm. 1), SS. 158f.

(5) H. Kenner, "Das Phänomen der Verkehrten Welt in der griechisch-römischen Antike," Forschung und Kunst, Band 8 (Klagenfurt, 1970).

(6) H. Kenner, aa0., 59.

(7) Th. Wright, History of Caricature and Grotesque in Literature and Art (London, 1865), S. 88; L. Mäterlinck, Le genre satyrique dans la peinture flamande (Bruxelles, 1907) S. 50; H. Kenner, aa0., S. 97.

(8) L. Randall, Images in the Margins of Gothic Manuscripts (Berkeley and Los Angeles, 1966), S. 18.

(9) D. Lämke, Mittelalterliche Tierfabeln und ihre Beziehungen zur bilden den Kunst, (Greifswald, 1937), SS. 9-15.

(10) L. Randall, "Exempla as a Source of Gothic Marginal Illumination, Art Bull. 39 (1957), 97-107, bes. 101f.

(11) Pontificale für Reynaud de Bar, Bischof von Metz (1302-16), Cambridge, Fitzwilliam Museum, MS 298, fol. 41r; Randall aa0. (Anm. 8), Fig. 354.

(12) J. Bolte, "Bilderbogen des 16. und 17. Jahrhunderts,"Zeitschrift des Vereins für Volkskunde, hrsgg. von J. Bolte, 17. Jg. (Berlin, 1907), 425-441; C. Wendeler, "Bildergeschichten des 17. Jahrhunderts," Zeitschrift des Vereins für Volkskunde, hrsgg. von J. Bolte, 15. Jg. (Berlin, 1905), 27-45; 150-165.

(13) J. Leisching, "Das Hasenhaus in Wien," Zeitschrift für Bildende Kunst hrsgg. von C. v. Lützow, Neue Folge, 4. Jg., (Leipzig, 1893), 135-139.

(14) B. Narkiss, aa0. (Anm. 1), S. 159.

(15) S. Morenz, "Ägyptische Tierkriege und die Batrachomyomachia," Neue Beiträge zur Klassichen Altertumswissenschaft, Festschrift B. Schweitzer, hrsgg. von R. Lullies (Stuttgart, 1954), SS. 87-94; E. Brunner-Traut, Altägyptische Tiergeschichte und Fabel, (Darmstadt, 1968), S. 2f.

(16) H. Kenner, aa0. (Anm. 5). S. 28f.

(17) E. Brunner-Traut, aa0. (Anm. 15), S. 29.

(18) Obeid Zakani. Katze und Maus, aus dem Persischen übertragen und mit einem Nachwort versehen von H.W. Duda (Salzburg. 1947).

(19) Obeid Zakani, aa0., S. 13f.

(20) H. Hunger, "Der byzantinische Katz-Mäuse-Krieg." Theodoros Prodromos, Katomyomachia, Einleitung. Text und Obersetzung. Byzantina Vindobonensia, hrsg. vom Kunsthistorischen Institut und dem Institut für Byzantinistik der Universität Wien, Bd. 3 (Graz, 1968)

(21) H. Hunger, aa0., S. 56.

(22) London, Br. Libr. Harl. 6563, fol. 71v-75r. Bei L. Mäterlinck, Le genre satyrique (Anm. 7) sind fol. 71v-72r und fol. 72v-73r (Figs. 50 und 51) ohne Angabe der Foliozahl nachgezeichnet; fol. 71 v-72r bei L. Randall, aa0. (Anm. 8), Fig. 99.

(23) L. Randall, aa0. (Anm. 10), S. 98f.

(24) Vgl. A.M. }lind. An Introduction to a History of the Woodcut, 2 Vols. (New York, 1963), S. 108, wo die gesetzlichen Bestimmungen erwähnt sind, die das Kopieren von Handschriften durch Drucker verhindern sollten.

(25) V. Massena, Prince d 'Essling, les Livres ä Figures Veniciens, II. Bd., 2. Halbbd. (Paris, 1909), SS. 421-423, nos. 2114-2116.

(26) Ein wirklicher Neudruck von 1914 in Venedig, Bibl. Nat. Marc., Misc. 4181. Vgl. A. Segarizzi, Bibliografia delle stampe populari italiane della R. Bibliotecca Nationale di San Marco a Venezia, vol. 1 (Bergamo, 1913), no. 164, Fig. 111.

(27) Vgl. 1-1. Schwarzbaum. "The Mishle Shu'alim (Fox Fables) of Rabbi Berechiah ha-Nakdan, A Study in Comparative Folklore and Fablelore" ( Kiron: Institute for Je wish and Arab Folklore Research, 1979), SS. 1-155.

(28) Vgl. B. Narkiss, aa0. (Anm. 1), S. 159.